KINTSUGI

2014, Single Channel Video, HD, Ton, 4:30 min

 

Narben sind die sichtbaren Zeichen der Ereignisse, die sie verursacht haben. Sehr oft sind diese Ereignisse von traumatischer Natur. „Kintsugi“, was so viel bedeutet wie „goldene Verbindung“, ist eine japanische Technik, in der zerbrochene Keramik mit verglastem Harz repariert wird. Jede wiederhergestellte Keramik hat am Ende ein einzigartiges Muster aus goldenen Linien, welches sich durch die Zufälligkeit der Bruchstücke ergibt. Der Ursprung dieser Technik liegt in der Überzeugung, dass ein Objekt schöner ist, wenn es seine Geschichte offenbart. Die Körper im Video erzählen dem Betrachter genauso ihre Geschichte – einige von ihnen sagen es laut.

 

Apotropia Kintsugi

Apotropia Kintsugi

 

APOTROPIA ist eine Künstlervereinigung bestehend aus Antonella Mignone (*1980, Turin) und Cristiano Panepuccia (*1979, Rom). In ihren Arbeiten untersuchen sie die Schnittstellen von Tanz, darstellender Kunst und elektronischen und audiovisuellen Produktionen. Mit Faktoren wie Licht, Ton, Bewegung, Körper oder Zeit erschafft APOTROPIA Werke, welche die philosophischen, anthropologischen und wissenschaftlichen Elemente der menschlichen Natur erforschen. Die Arbeiten des Künstlerduos wurden bereits auf zahlreichen internationalen Festivals wie u.a. dem Japan Media Arts Festival, der Ars Electronica oder der WRO Media Art Biennale gezeigt.