Nero

2006, Videoprojektion, 4:3, Ton, 2:35 min

Ein Junge steht fast regungslos am Fenster einer römischen Villa und beobachtet die in den Bildhintergrund einkopierte brennende Stadt. Sentimentales 50er Jahre Kino trifft hier auf historisierenden Kitsch. Psychologisch aufgeladen wird das artifizielle Ensemble durch eine weibliche Stimme, deren Herkunft rätselhaft bleibt. Direkte mütterliche Ansprache, innerer Monolog oder projizierte Erinnerung?

 

Christoph Girardet wurde 1966 in Langenhagen geboren. Er studierte an der den Experimentalfilm und die Videokunst in Deutschland prägenden Filmklasse der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. Seine Videoarbeiten und -installationen, die er seit 1989 produziert, wurden in Ausstellungen und auf Festivals unter anderem in Cannes, Venedig, New York, Sydney, Toronto und Berlin gezeigt.