Sirens

Single Channel Video, Ton, 40 min, Loop

 

Die Arbeit „Sirens“ zeigt das stille Verschwinden derjenigen, die die Meere überqueren, um zu neuen Horizonten zu gelangen. Angesichts der Unermesslichkeit des Meeres schreitet eine Kette aus Menschen still davon. Männer und Frauen gehen unermüdlich und dennoch ruhig Richtung Horizont. Geführt von ihrem Instinkt stürzen sie sich, wie von den unwiderstehlichen Liedern der Sirenen angezogen, in ein geheimnisvolles, unbekanntes Schicksal. Der Kraft der Elemente ausgesetzt, dem Brausen der Wellen, teilen sie dem Betrachter mit, dass sie am Leben sind.

Eine Sanduhr, die unermüdlich die andauernde Tragödie markiert – eine düstere Metapher über Migration.

 

 

 

Emmanuel Tussore, 1984 in Frankreich geboren, begann seine Karriere als Fotograf nach Beendigung seines Studiums in Barcelona. In seinen Arbeiten verknüpft er oftmals die Medien Fotografie, Video, Installation und Performance. Mit kritischem Blick auf soziale, politische und kulturelle Gegebenheiten kreiert er ein Abbild unserer heutigen Zeit und deren Ereignisse.